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Kiel um 1820 - Ein Reisebericht von J. Taillefas (5)
Ostufer
Von hier geht der Fußpfad über die Hügel, die immer neue Aussichten darbieten, nach Neumühlen, das, von Hügeln umgeben, an der Sventine eine wunderschöne Lage hat. Sey es mir erlaubt, eh' ich weiter die Umgebungen des Hafens beschreibe, von hier den Reisenden längs der Sventine auf einem herrlichen Wege nach der vielgepries'nen Rastorfer Papiermühle zu führen (Anm.: Dieser Weg ist auch heute noch lohnend). Diese Mühle hat durchaus das Ansehen einer Süd-Deutschen Gegend. Sie liegt in einem Kessel, rings mit waldigten Höhen umgeben, durch welche die Sventine schäumend sich stürzt. [...] Die Papierfabrik ist sehr der Mühe werth, gekannt zu werden. Kein Reisender verläßt diesen Ort, ohne den freundlichsten Eindruck und die froheste Rückerinnerung. Und nun von Neumühlen weiter nach Schrevenborn. Das Gut liegt landeinwärts, aber ein kleiner Tempel am Strande in der Nähe von gastlichen Fischerwohnungen (Anm.: vermutlich in Kitzeberg), fesselt den Wandrer zu sehr an die herrliche Aussicht nach Kiel, Düsternbrock und hinaus in das unermeßliche Meer, als daß er vorbey begehrte. Die Kieler wählen diesen Ort oft zu idyllischen Festen [...].
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